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Straßenkinder-Projekte in Essen

1. Suchthilfe Essen


Durch die Suchthilfe direkt Essen gGmbH werden seit 1999 verstärkt im Kinder- und Jugendbereich Hilfen für Minderjährige angeboten, die sich an einem Leben auf der Straße orientieren. Erreicht werden Kinder und Jugendliche, die sich weitestgehend von einer oder mehreren sozialen Instanzen wie Familie, Jugendhilfe, Schule und Ausbildung abgewendet und für ein Leben auf der Straße entschieden haben.

1999 wurde in Essen "Roadrunner" initiiert, d. h. es wurde ein Wohnmobil gekauft und zweckentsprechend umgebaut, mit dem regelmäßig Orte im Essener Stadtgebiet angefahren werden, an denen sich obdachlose Kinder und Jugendliche aufhalten. Unter anderem ist die Entwicklung perspektivischer Hilfeangebote für Kinder und Jugendliche, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist, das Ziel.
Streetworker suchen Plätze in Essen auf, die dafür bekannt sind, dass sich dort Kinder und Jugendliche aufhalten. Dort findet eine unverbindliche Kontaktaufnahme statt. Im Vordergrund steht der Vertrauensaufbau, so dass bei Bedarf schnell und unkompliziert weitere Hilfen vermittelt werden können. Straßenkarrieren und Suchterkrankungen sollen so verhindert werden. So konnten 2019 insgesamt 400 Kids erreicht werden.

Im Januar 2002 eröffnete die Anlaufstelle "Basis" für den Erstkontakt zu sog. Straßenkindern. Die Kinder und Jugendlichen (zwischen 12 und 21 Jahren) haben in der Regel eine lange Jugendhilfe-Biografie hinter sich, wurden früh aus der Familie heraus genommen und kommen oft aus suchtbelasteten Familien. Die Kooperation mit Jugendämtern, Notschlafstellen (z. B. RAUM_58, siehe unten), individual-pädagogischen Betreuungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrien u. a. – sowohl auf kommunaler als auch auf Landes- und Bundesebene – ist dazu notwendig.
Einzugsgebiet der Anlaufstelle "Basis“ ist die MEO-Region. An mindestens fünf Tagen in der Woche wird Kindern und Jugendlichen, die ihren Lebensmittelpunkt auf die Straße verlegt haben oder eine beginnende Straßenorientierung aufweisen, ein akzeptierendes, zugangsarmes Versorgungs- und Beratungsangebot in Räumlichkeiten mit jugendgerechtem Charakter unterbreitet. So konnten im Jahr 2019 von den Mitarbeiter*innen ca. 180 Personen erreicht und 21 Kids in Therapie vermittelt werden.

"StepOut“ ergänzt seit Mitte 2006 das vorgenannte Essener Modulsystem (inkl. der Entzugsstation der Rheinischen Klinken Essen) sinnvoll und versteht sich als Modellprojekt in NRW.
„StepOut“ richtet sich an Kinder und Jugendliche in der Altersgruppe zwischen 14 und 18 Jahren – unabhängig von Geschlecht und Migrationshintergrund –, die gemäß KJHG u. a. eine Behinderung durch Suchterkrankung aufweisen oder von Behinderung durch ihren Suchtmittelkonsum bedroht sind. Insgesamt können bis zu 12 Jugendliche aufgenommen werden.

Werktäglich werden die Jugendlichen von zwei Lehrern der Ruhrlandschule im „StepOut“ unterrichtet. Im Schuljahr 2017 erreichten vier Schülerinnen und Schüler ihren Schulabschluss. Es wird das vorrangige Ziel verfolgt, Kindern und Jugendlichen ein suchtfreies Leben zu ermöglichen. Auf diesem Weg sollen erreicht werden:

  • Verbesserung des Gesundheitsstatus
  • Altersgemäße Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben und den eigenen Körper
  • Erlangung von Konfliktkompetenz
  • Erhöhung der Frustrationstoleranz
  • Entwicklung von schulischen und beruflichen Perspektiven
  • Entwicklung eines dem Alter entsprechenden eigenverantwortlichen Freizeitverhaltens
  • Entwicklung von Wohnperspektiven außerhalb von „StepOut“

Wundertüte e.V. unterstützt die Arbeit im "StepOut" seit 2007 durch Übernahme der Kosten z. B. für

  • Anti-Aggressions-Trainings für alle Jugendlichen. Antigewalttrainings haben die Zielsetzung, aggressive und gewaltbereite Jugendliche mit ihrem Verhalten zu konfrontieren, um der Anwendung jedweder Gewalt vorzubeugen und entgegen zu wirken.
  • abenteuerpädagogische Maßnahmen: Diese verfolgen das Ziel, eigene Grenzen und Ängste zu erkennen, bewusst Entscheidungen zu treffen, Risiken realistisch einzuschätzen und sich als Teil von Gemeinschaft zu erleben.
  • eine einwöchige Ferienfreizeit für 12 Jugendliche nach Holland im August 2007
  • kleine Geburtstagsgeschenke
  • heilpädagogisches Voltigieren (HPV). Pferde brechen das Beziehungs-Eis und motivieren so Kinder und Jugendliche, wieder ein natürliches Interesse an sich und ihrem Umfeld zu entwickeln. Im Vordergrund des HPV steht die individuelle Förderung der Entwicklung und die positive Einflußnahme auf das Befinden und Verhalten der Jugendlichen
  • Kinobesuche für alle Jugendlichen

Die Kosten für die vorgenannten Maßnahmen werden von keinem Träger übernommen, sind aber wesentlich für den Therapieerfolg bzw. tragen dazu bei, die ohnehin schwere Situation der Kinder und Jugendlichen ein wenig zu verbessern.

Update April 2021:
Im regelmäßigen Newsletter der Suchthilfe direkt gGmbH erschien ein Artikel über unsere bisherige Unterstützung dieser Projekte.
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2. RAUM_58


In Essen leben etwa 160 Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Diese Jugendlichen haben ihre Wurzeln verloren und suchen sie nun bei Gleichgesinnten.

Seit 2001 gibt es die Notschlafstelle „Raum_58“ für Jugendliche - betrieben von der cse gGmbH (Caritasverband Essen e. V. und Sozialdienst katholischer Frauen) sowie dem CVJM Sozialwerk gGmbH. „RAUM_58“ bietet jungen Menschen, die ganz oder teilweise auf der Straße leben, lebensqualitätssichernde Leistungen an und will das sich weiter manifestierende Leben auf der Straße verhindern helfen sowie die Vermittlung in höherschwellige Hilfen ermöglichen. Die Notschlafstelle bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unbürokratische Maßnahmen an, fördert mit Unterstützung der Mitarbeiter/innen Veränderungsbereitschaft und Motivation, sich mit der individuellen Situation auseinanderzusetzen und regt (oftmals verloren gegangene) Perspektiventwicklungen aktiv an.

Die Verpflegung der Kinder und Jugendlichen wird überwiegend von der Essener Tafel abgedeckt. Da nicht immer alle Lebensmittel von der Essener Tafel geliefert werden können, sind die Verantwortlichen des "RAUM_58" auf Spenden angewiesen. Wundertüte e.V. unterstützt die Notschlafstelle seit März 2012 mit mittlerweile 3.000 Euro jährlich für den Betrieb und Verpflegung der Kinder und Jugendlichen.

Im März 2016 erschien ein Artikel in der NRZ über die Arbeit im RAUM_58.

Am 18.09.2017 wurde im WDR die Dokumentation „Jung und obdachlos“ ausgestrahlt. Der etwa 30-minütige Beitrag begleitet den Alltag von drei in Essen lebenden Jugendlichen und jungen Heranwachsenden, die in der Notschlafstelle Raum_58 übernachten und verschafft
dem Zuschauer einen authentischen Einblick in deren Lebenswelt und den damit verbundenen Problemlagen.

Sie können für diese Projekte unter dem Stichwort "Straßenkinder Essen" und dem Zusatz "Suchthilfe" bzw. "RAUM_58" spenden!

 

 

 

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