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Abgeschlossene Projekte:
| Kinderheim "Haus Lebensquell" |
Das "Haus Lebensquell" in Dudestii Noi wurde 1992 von der Essener Krankenschwester (im Ruhestand) Chiquita Mischke in Eigeninitiative gegründet.
Schwester Chiquita kam 1991 durch die Aktion "Hilfe für Rumänien Essen" und der "Caritas Essen" nach Timisoara im Südwesten von Rumänien. |
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Sie arbeitete zunächst in einer von der Landesregierung NRW unterstützten und Dr. Dunareanu betreuten "Kinderkrankenpflegeschule" als sog. Praxis-Anleiterin mit Kinderkrankenschwester-Schülerinnen. Sie hatte jahrelange einschlägige Berufserfahrung, u. a. eine dreijährige Tätigkeit in England und die Pflege von Leprakranken in der Station bei Bombay/Indien.
In Rumänien wurde sie mit den Problemen von Waisen- und behinderten Kindern "hautnah" konfrontiert und versuchte darauf hin ein eigenes Hilfsprogramm aufzubauen. |
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| Dazu mietete Schwester Chiquita über das Bischofsbüro der katholischen Kirche zunächst ein altes verwaistes Pfarrhaus im Dorf Dudestii-Noi an, etwa 12 km von Timisoara entfernt. Sie renovierte das Haus mit eigenen Mitteln und am 16.10.1992 wurde das "Haus Lebensquell" offiziell eingeweiht. Damit konnte sie Waisenkinder aus dem Krankenhaus in Timisoara mit Genehmigung des Chefarztes von Freitag bis Sonntagabend ins Dorf holen. Die Kinder - überwiegend stark motorisch und psychisch retardiert - erholten sich prächtig und das Programm fand volle Anerkennung. Durch ihre vielfältigen Verbindungen in Rumänien vermittelte sie einige Kinder aus den Heimen in Temesvar deutschen Eltern zur Adoption. |
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Als Schwester Chiquita 1994 in Rente ging, hatte sie Zeit, sich nun voll und ganz ihrem Programm zu widmen. So holte sie sich regelmässig fünf bis sechs Kinder ins Haus, die dann drei bis vier Wochen zur Rehabilitation bei ihr verbrachten. Es handelte sich um behinderte Waisenkinder, die damals in staatlichen Heimen in Temesvar dahinvegetierten. Die Kinder wurden zunächst medizinisch grundversorgt, d. h. es wurden in erster Linie Unterernährungssymptome bekämpft. Parallel dazu versuchte sie mit rumänischen Freunden, den retardierten Kindern das Sprechen beizubringen und psychomotorische Schäden zu beseitigen. Schwester Chiquita selbst verabreichte den Kindern u. a. Fußreflexzonenmassagen, die eine phantastische Wirkung besonders auf die Psyche der Kinder hatte. Ihre Tätigkeit mit den Kindern - denen viel Liebe und Zuneigung zuteil wird - hatte so gute Erfolge, dass einige ihrer Schützlinge nach monatelanger Behandlung nicht mehr als "behindert" galten. Für diese Arbeit und auch die Unterstützung der Armen im Dorf wurde "Mamma Chiquita" im Oktober 1996 zur Ehrenbürgerin von Dudestii-Noi ernannt!
Schon zu diesem Zeitpunkt wurden alle finanziellen Mittel von ihr selbst bzw. privaten Spendern aufgebracht. Da das alte Pfarrhaus viele bauliche Mängel hatte und auch für das Projekt zu klein geworden war, erwarb Schwester Chiquita im August 1999 ein größeres Bauernhaus in Dudestii-Noi.
Das Haus Lebensquell
 
...vor der Renovierung ... und nach der Renovierung |
Da sie zunächst keine Unterstützung für ihr Projekt fand, nahm sie selbst einen Kredit in Höhe von 40.000 DM auf, legte ihre Lebensversicherung, die gerade zur Auszahlung kam, dazu, um den Kaufpreis zahlen zu können. Mit Unterstützung aus Deutschland in Form von Baumaterial und kleineren Geldspenden renovierte sie das Haus und weihte es am 30.11.1999 offiziell ein. Am 20.12.1999 zogen fünf zwei-bis fünfjährige Kinder aus dem staatlichen Kinderheim bei ihr ein und fanden so ein ständiges Zuhause.
Verwaltungsmässig unterstützt wurde sie bis 2011 von der DIOZÖSAN CARITAS in Timisoara, die finanziellen Mittel wurden ausschließlich von Schwester Chiquita aufgebracht. |
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Das "Haus Lebensquell" ist das einzige Kinderhaus in der Region, das schwerst körper- und geistigbehinderte Kinder aufnimmt und in dem die Kinder für immer bleiben können. Es ist ein sogenanntes Familienhaus.
Am 14.07.2006 erschien in den Werdener Nachrichten ein Artikel über die Arbeit von Schwester Chiquita.
Im Januar 2008 berichtete Chiquita in den Werdener Nachrichten über ihr Weihnachtsfest 2007 in Dudestii-Noi.
Update 2012:
Um dem Projekt eine langfristige Perspektive zu ermöglichen, hat die 78-jährige Schwester Chiquita das Gebäude der rumänischen Caritas überschrieben bzw. geschenkt. Die Caritas ist damit offizieller Betreiber, behördliche Auflagen werden alle erfüllt. Doch auch die Caritas kann das Haus nur mit minimalen finanziellen Mitteln unterstützen. Ohne Hilfe von außen kann das Haus nicht überleben!
Update 2015:
Die Jugendlichen sind nun fast alle 18 Jahre alt, das heißt Erwachsene. Das Haus "Lebensquell" fällt damit unter das rumänische Gesetz für Familienhäuser. Jeder Jugendliche muss dann ein eigenes Zimmer haben. Damit verbunden sind bauliche Erweiterungen. Dazu berichteten die Werdener Nachrichten am 12.06.2015.
Update 2020:
Am 24.11.2020 ist die Gründerin des Waisenhauses für schwerstbehinderte Kinder, Chiquita Mischke, an den Folgen einer COVID-19-Infektion in Dudestii-Noi verstorben. Einen ausführlichen Nachruf finden Sie hier...
Update 2022:
Die CARITAS Temesvar ist nun offizielle Betreiberin des Hauses. Ihre Spenden werden von uns an die CARITAS zum Unterhalt des Hauses und der Pflege der jungen Behinderten überwiesen. Aufgrund ihrer Erkrankungen bzw. an den Folgen von Corona sind drei Jugendliche 2021 und 2022 verstorben. Aktuell wohnen im "Haus Lebensquell" noch drei behinderte Jugendliche.
Update 2025:
Da wir satzungsgemäß nur hilfsbedürftige Personen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres unterstützen können, mussten wir am 31.12.2025 die weitere Finanzierung des Hauses beenden.
Es ist uns schwer gefallen, die Unterstützung für eines unserer ersten (Herzens-)Projekte nach 30 Jahren einstellen zu müssen. |
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Straßenkinder Projekt "StepOut" in Essen
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Durch die Suchthilfe direkt Essen gGmbH werden seit 1999 verstärkt im Kinder- und Jugendbereich Hilfen für Minderjährige angeboten, die sich an einem Leben auf der Straße orientieren. Erreicht werden Kinder und Jugendliche, die sich weitestgehend von einer oder mehreren sozialen Instanzen wie Familie, Jugendhilfe, Schule und Ausbildung abgewendet und für ein Leben auf der Straße entschieden haben.
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| Die Intensivwohngruppe "StepOut“ richtete sich an Kinder und Jugendliche in der Altersgruppe zwischen 14 und 18 Jahren – unabhängig von Geschlecht und Migrationshintergrund –, die gemäß KJHG u. a. eine Behinderung durch Suchterkrankung aufweisen oder von Behinderung durch ihren Suchtmittelkonsum bedroht sind. Insgesamt konnten bis zu 12 Jugendliche aufgenommen werden. |
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Werktäglich wurden die Jugendlichen von zwei Lehrern der Ruhrlandschule im „StepOut“ unterrichtet. Regelmäßig erreichten viele Schülerinnen und Schüler ihren Schulabschluss. Es wird das vorrangige Ziel verfolgt, Kindern und Jugendlichen ein suchtfreies Leben zu ermöglichen. Auf diesem Weg sollen erreicht werden:
- Verbesserung des Gesundheitsstatus
- Altersgemäße Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben und den eigenen Körper
- Erlangung von Konfliktkompetenz
- Erhöhung der Frustrationstoleranz
- Entwicklung von schulischen und beruflichen Perspektiven
- Entwicklung eines dem Alter entsprechenden eigenverantwortlichen Freizeitverhaltens
- Entwicklung von Wohnperspektiven außerhalb von „StepOut“
Wundertüte e.V. unterstützte die Arbeit im "StepOut" von 2007 bis zur Schließung 2024 durch Übernahme der Kosten z. B. für
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- Anti-Aggressions-Trainings für alle Jugendlichen. Antigewalttrainings haben die Zielsetzung, aggressive und gewaltbereite Jugendliche mit ihrem Verhalten zu konfrontieren, um der Anwendung jedweder Gewalt vorzubeugen und entgegen zu wirken.
- abenteuerpädagogische Maßnahmen: Diese verfolgen das Ziel, eigene Grenzen und Ängste zu erkennen, bewusst Entscheidungen zu treffen, Risiken realistisch einzuschätzen und sich als Teil von Gemeinschaft zu erleben.
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- einwöchige Ferienfreizeiten für die Jugendlichen
- kleine Geburtstagsgeschenke bzw. Geschenke für alle Jugendlichen
- heilpädagogisches Voltigieren (HPV). Pferde brechen das Beziehungs-Eis und motivieren so Kinder und Jugendliche, wieder ein natürliches Interesse an sich und ihrem Umfeld zu entwickeln. Im Vordergrund des HPV steht die individuelle Förderung der Entwicklung und die positive Einflußnahme auf das Befinden und Verhalten der Jugendlichen
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| Unterstützung einer Familie in Temesvar (RO) |
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Von 2005 bis 2024 unterstützte Wundertüte e.V. eine elfköpfige Familie, die in einem verlassenen Bahnwärter-Häuschen ohne Strom und Wasser direkt an einem Bahnübergang zwischen Dudestii-Noi und Temesvar wohnt. Die neun Kinder im Alter von 16 Jahren bis 6 Monaten und ihre Eltern schliefen in dem einzigen Raum des Hauses (Größe ca. 15 qm).

Familie B. 2005 |
"Lebensmittel-Lieferung" 2016 |
Der Vater war alkoholkrank und ging nur Gelegenheitsarbeiten nach, so dass eine regelmäßige Versorgung der Familie/Kinder nicht gewährleistet ist. Die älteren Kinder müssen per Anhalter zur Schule in die Stadt fahren. Bemühungen des Vereins, eine menschenwürdige Wohnung oder ein Haus für die Familie in Temesvar oder Umgebung zu finden, waren fehlgeschlagen.
Neben einem monatlichen Zuschuss zur Ernährung (für Frischmilch und Obst/Gemüse) kaufen wir regelmäßig eine Fuhre Winterholz, damit das Haus beheizt werden kann.
Ferner finanzierten wir für die vierjährigen Zwillinge Lia und Andre einen Wochen-Kindergarten (Betreuung von Montag bis Freitag einschließlich Unterkunft und Mahlzeiten) und für den Jüngsten die Kinderkrippe. Hier ist eine regelmäßige Ernährung und für die älteren eine Vorbereitung für die Schule gewährleistet, die es ihnen später ermöglichen soll, aus dem Teufelskreis der Armut heraus zu finden.
In den vergangenen Jahren haben fast alle Kinder nach Abschluss der Ausbildung das Haus verlassen und in verschiedensten Bereichen Arbeit gefunden. Aktuell unterstützen wir noch den jüngsten Sohn der Familie durch Finanzierung der Kosten für den Schulbesuch und Lebensmittel. 2021 halfen wir finanziell beim Ersatz der defekten Photovoltaik-Anlage der Familie. |

Holz für den Winter 2006/2007
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Der Jüngste schläft in der Kinder-Krippe
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| Ganztages-Kindergarten in Dudestii-Noi (RO) |
Von August 2004 bis Ende 2015 unterstützte Wundertüte e.V. den Ganztages-Kindergarten in Dudestii-Noi mit 200 Euro monatlich.
Der 1960 gegründete staatliche Kindergarten betreut 38 Kinder. Da im Kindergarten drei Mahlzeiten für die Kinder gereicht werden, müssen die Eltern dafür umgerechnet 10 Euro im Monat zahlen. Die Familien in Dudestii können diese Summe in den meisten Fällen nicht aufbringen, daher wurden bisher nur wenige Kinder dorthin geschickt.
Dieser Kindergarten ist mit einer Vorschule in Deutschland zu vergleichen, da die Kinder dort Lesen und Schreiben lernen. Daher ist die Teilnahme für die weitere Entwicklung der Kinder sehr wichtig.
Die monatliche Unterstützung wird zur Verbesserung der Ernährung der Kinder und für die Zahlung der Eigenbeteiligung für besonders arme Familien verwandt.
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Der Kindergarten mit neuen Fenstern

Die "Großen" im Unterrichtsraum
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Im Jahre 2005 wurden durch uns dringend erforderliche Renovierungsarbeiten im Küchen- und Sanitärbereich (der Kindergarten stand Ende 2004 kurz vor der Schließung durch die Gesundheitsbehörden) sowie der Austausch defekter Fenster in den Gruppenräumen in Höhe von ca. 6.000 Euro finanziert. Daneben haben wir bis Ende 2011 den im gleichen Gebäude untergebrachten Halbtages-Kindergarten mit 50 Euro monatlich unterstützt. Der Bürgermeister bedankte sich mit diesem Schreiben.
Die sieben Betreuerinnen benötigen für die Arbeit regelmäßig Papier, Holzspielzeug, Fingerfarbe, Buntstifte etc. |
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2004 erhielten wir ein Dankschreiben von der Leiterin des Kindergartens.
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| 2009 haben einige Eltern der Kinder neue Spielgeräte im Innenhof gebaut, da die alten Geräte nicht mehr sicher waren. Das Material wurde von unserem nicht verwendetem Geld für die Ernährung und Lehrmittel aus 2008/2009 gezahlt: |
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Eine Fotostrecke mit Bildern von früher und heute (Stand 2013) finden Sie hier. |
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Nachhilfe-Projekt in Essen
"Vogelheimer Kinder im Aufwind"
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| Vogelheim als einer der nördlichen Stadtteile der Stadt Essen zeichnet sich sowohl durch einen hohen Anteil an Kindern aus als auch durch eine hohe Zahl an Alleinerziehenden-Haushalten. Das Leben ist deutlich geprägt durch Arbeitslosigkeit und den Bezug öffentlicher Leistungen anstelle von Erwerbseinkommen. Dementsprechend sind der Erlebnishorizont und die Möglichkeit, Erfahrungen außerhalb des Stadtteils zu machen, recht gering. Die Zahl der niedrigen Schulabschlüsse sind in Vogelheim signifikant höher als im städtischen Durchschnitt.
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| In der Grundschule lernen Schüler aus vielen verschiedenen Nationen miteinander, was sie für die weitere Schullaufbahn und für ihr Leben wissen müssen. Die Lehrerschaft ist bemüht, den ihnen anvertrauten Kindern viel Unterstützung zukommen zu lassen und ihre intellektuellen und sozialen Kompetenzen so gut wie möglich zu stärken. Angesichts schmaler öffentlicher Kassen kann nie soviel für diese Kinder getan werden, wie eigentlich notwendig und sinnvoll wäre.
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Das Projekt
Das Projekt wurde von Mai 2007 bis Januar 2008 durchgeführt. Im Juni 2007 berichtete der Essener "Nordanzeiger" über das Projekt. Nach entsprechender Absprache zwischen der Stadthafenschule und dem Jugendamt Essen wurden die vier Mädchen an einem Nachmittag pro Woche in den "Computainer" in Vogelheim eingeladen, ein Haus des Jugendamtes, in dem Bildung, Beratung, Begegnung und Stadtteilarbeit ihren Platz haben. Dort dienten die folgenden zwei Zeitstunden (15 – 17 Uhr) sowohl der Unterstützung beim Erwerb bzw. bei Vertiefung von schulischen Lerninhalten (Schwerpunkte Deutsch und Mathematik) als auch dem Erwerb sozialer Verantwortung und der Erweiterung des Erfahrungshorizontes. Eine breitere Sicht von Welt und Umwelt wurde den Kindern eröffnet. Dies sollte ihre Bildungschancen mit Blick auf die weiterführenden Schulen erhöhen.
Darüber hinaus wurden in unregelmäßigen Abständen Ausflüge zu Einrichtungen unternommen werden, die das Wissen über die Welt erweitern, z.B. ein Besuch des Kükelhauses ( „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“), einer Stadtrundfahrt, dem Besuch eines Bauenrhofes und Kleingartens und dem Treffen mit einem Jäger im Computainer. In Abständen wurden die Eltern eingeladen, bei denen das Erfahrene und Gelernte präsentiert wurde – ebenfalls ein Motivationsfaktor. Gleichzeitig diente dies der Verbesserung des Selbstwertgefühls und des selbstbewussten Auftretens vor Gruppen. Die Auswertung der Wirksamkeit bzw. des Erfolges verlief sehr positiv. Die Kinder haben sich nach einhelliger Meinung der Lehrerin und den Eltern schulisch gut entwickelt und im Sozialverhalten große Fortschritte gemacht.
Als Dankeschön überreichten die Mädchen Wundertüte e.V. zum Projektende eine "Urkunde"! |
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Der leukämiekranke Benjamin und seine Familie
Wundertüte "im Pott": Von 2004 bis 2005 haben wir die Familie des neunjährigen leukämiekranken Benjamin aus Gelsenkirchen unterstützt. Die Mutter - mit einem Berg von Schulden von ihrem Mann verlassen - musste mit 600 Euro monatlich drei Kinder und die bettlägerige Großmutter versorgen. Benjamin hatte gerade die "harte" Chemotherapie überstanden. |
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| In erster Linie haben wir der Familie durch den Kauf von Möbeln für die Kinder (u.a. ein Hochbett und Kleiderschrank) sowie Vermittlung von Sachspenden für alle drei Kinder und den Kauf dringend benötigter Bekleidung geholfen.
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| Tageszentraum "Casa Jana" in Lugoj (RO) |
| Das Haus Jana ("Casa Jana") wurde im August 2003 von der Präsidentin der Filiale des Clubs christdemokratischer Frauen im Banat (CCDFB), Carmen Dolog, in Lugoj (ca. 20 km westlich von Temesvar) gegründet.
Carmen Dolog kümmert sich mit einem zweiköpfigen Betreuerinnen-Team in dem Tageszentrum um sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus dem Bocsei-Viertel, um Problemen wie dem "Schule schwänzen" oder dem Verlassen der Familie vorzubeugen sowie indirekt dem Phänomen von Jugendkriminalität entgegen zu wirken. Das Projekt sieht langfristig auch die Einbeziehung der Familien dieser Kinder vor. |
Unter "sozial benachteiligten Kindern" werden diejenigen verstanden, die aufgrund widriger wirtschaftlicher, kultureller oder erzieherischer Bedingungen Lernschwierigkeiten haben, straffällig geworden sind oder Probleme beim Finden einer Lehrstelle haben. Viele Kinder und Jugendliche sind in dieser Situation, häufig landen Kinder mit Lernschwierigkeiten in der Neuropsychiatrie.
In Lugoj gibt es keine Institutionen oder sozialen Dienste, die sich professionell der Verbesserung der Lebensqualität dieser Kinder und ihrer Familen annehmen. In diesem Tageszentrum werden die Kinder nach der Schule betreut und sie erhalten ein Mittagessen und Abendbrot. Individuelle Betreuung bei den Hausaufgaben, die Aufarbeitung schulischer Defizite sowie Angebote alternativer Freizeitgestaltung stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Darüber hinaus sollen auch Familiengespräche mit den betroffenen Eltern geführt und die Bemühungen um Lehrstellensuche unterstützt werden.
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Carmen Dolog
mit ihrem Team
Alina und Adina |
| Das Haus hat drei Zimmer, eine Küche, ein Badezimmer und einen kleinen Hof. Es bestand zunächst ein hoher Renovierungsbedarf, da es nur in einem Zimmer eine Heizung (Holzofen) gibt, die Zimmer teilweise keinen Fußboden haben (Erde) und im Badezimmer die Wasserinstallation fehlt.
Die Renovierung war nach nur 86 Tagen mit Hilfe von Verwandten und Freunden soweit abgeschlossen, dass das "Casa Jana" am 26.11.2003 offiziell eröffnet wurde:
So haben im "Casa Jana" sechs Mädchen uns ein Junge fünf Tage in der Woche ein "kuscheliges Heim" gefunden.
Wundertüte e.V. unterstützte dieses Projekt zusammen mit anderen Organisationen (Initiative "Tears in Heaven - Hilfe für Kinder in Rumänien" und das "Hilfswerk Perspektive für Kinder" aus der Schweiz) durch einen Zuschuss zur Hausmiete und zahlte die Personalkosten für die Erzieherin und Sozialarbeiterin.
Juli 2005:
Auch aus finanziellen Gründen wurde das Projekt "Casa Jana" zum 01.07.2005 aufgelöst.
Nachdem im Frühjar 2005 im Bocsei-Viertel ein gemeinsames Hilfsprojekt („St. Ioana Antida“) der in Lugoj ansässigen „Schwestern der Barmherzigkeit“ und der italienischen Hilfsorganisation „ITACA“ gegründet worden war, sollen die im "Casa Jana" betreuten Kinder im August 2005 dort aufgenommen werden.
Ziel dieses Projektes ist - wie das von uns mitinitiierte Tageszentrum - die Unterstützung von Kindern und Frauen aus dem Bocsei-Viertel. Kindern im Alter von 8 bis 15 Jahren soll u.a. Schulaufgabenhilfe angeboten werden. Musische Angebote und allgemeine Erziehung zur Verhinderung von Kriminalität sowie Unterstützung bei der Ausbildung und Lehre sollen das Angebot abrunden.
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Minsk-Projekt
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| Ende 1995 konnten wir über den damaligen TUSEM-Handballspieler Alexander Tutschkin einen Kontakt zum weiß-russischen Innenministerium knüpfen. Hierüber gelang es, drei Kinderheime bzw. -kliniken in der Hauptstadt Minsk und der unmittelbaren Umgebung zu finden, die besonders dringend Unterstützung benötigten.
Mit Hilfe von Sponsoren, insbesondere dem Orthopädie-Großhandel WITZEL, dem Alfried-Krupp-Krankenhaus, der Essener Ruhrlandklinik, dem Mülheimer Altenheim "Haus Ruhrgarten", dem Pharmazie-Unternehmen Gödecke GmbH und den Milchwerken Westfalen eG konnten wir eine umfangreiche Hilfslieferung im Wert von ca. 15.000 € zusammenstellen.
Der Zufall wollte es, dass im Mai 1996 ein Hilfstransport der Landesregierung NRW nach Minsk geplant war. Außergewöhnlich an diesem Transport war, dass die Hilfsgüter mit acht gebrauchten Krankenwagen aus NRW transportiert wurden, die anschließend dem belarussischen Gesundheitsministerium übergeben werden sollten. So konnten wir die Ladekapazität eines VV Bulli nutzen, um unsere Hilfsgüter nach Minsk zu transportieren. Mitte Mai 1996 haben wir die Hilfsgüter nach einer abenteuerlichen Fahrt im
- Baby Home #1, Minsk
- Stadtkrankenhaus 1, Minsk
- Kinderheim s.Radoschkowitschj Minskoi
persönlich abgeliefert.
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Bilder unserer Fahrt nach Minsk, Belarus:
   
   
   
  
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Zu dieser einwöchigen Reise können Sie hier einen ausführlichen Erfahrungsbericht lesen.
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Unterstützung der Kinderkrebsklinik in Essen |
| Am 04.10.1994 fand unsere erste Benefiz-Veranstaltung unter dem Motto Spätsommerfete statt. Eingeladen waren Freunde, teilgenommen hatten circa 90 Personen. Unterstützt wurden wir schon damals durch die Firma MEDIA ART Essen, die für den guten Ton sorgte und viele Freunde, die kostenlos für ein reichhaltiges Buffet sorgten.
Angeregt durch die Presse-Berichterstattung zur Situation der in den Essener Uni-Kliniken behandelten krebskranken Kinder wurde der Erlös in Höhe von 800,- DM (416,52 Euro) zum Ausbau der Krebsstation und des nahegelegenen Elternhauses für übernachtende Eltern dieser Kinder gespendet. Das Haus wurde von der Essener Elternintiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V. mittlerweile aufgekauft und komplett renoviert:

Wir erhielten ein Dankschreiben vom Leiter der Abteilung für Onkologie im Zentrum für Kinderheilkunde, Professor Havers.
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